Wir haben das Schweben verlernt

Wir haben das Schweben verlernt,
Weh uns, wir kleben am Weg.
Vom Leuchten der Sterne entfernt,
Die Flügel gesenkt und träg,
So trotten die Füße ergeben.
Ach, Liebster, bevor es zu spät,
Versuchen wir’s, uns zu erheben.

Mascha Kaléko, deutsche Dichterin

Beitragsbild: Dörthe Huth/pixelio.de

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Genau vor einem Jahr…

HEUTE, vor genau einem Jahr, ist der lang gehegte Traum, meinem „Seelenpartner“ zu begegnen, in Erfüllung gegangen und das hat mein Leben komplett „aufgebrochen“. Schließen Sie jetzt aber bloß keine voreiligen Schlüsse! So eine Begegnung hat nichts mit der allgemein üblichen, romantischen Vorstellung zu tun, sondern viel eher mit „Hingabe“. Ein Seelenpartner ist nicht derjenige mit dem man ständig in einem Glückszustand schwebt, sondern derjenige mit dem man die größtmögliche persönliche Entwicklung erreichen kann…und das hat seinen Preis.

Ich habe dafür u.a. mein schönes Zuhause, mein gewohntes und geliebtes Umfeld, meine Pläne, meine Komfortzone, die physische Nähe meiner Freunde, meine (vermeintliche) Sicherheit, mein Perfektionismus (nicht ganz!) aufgegeben, um dem Lebensruf zu folgen. Mehr als einmal hat mich das an meine Grenzen gebracht. Es gab auch einige Erwartungen, die sich nicht erfüllten, Vorstellungen, die sich als Trugschlüsse erwiesen, Gedulds- und Vertrauensproben – aber mein Herz hat niemals gezweifelt! Auch in den schwierigsten Momenten nicht. Manchmal erscheint mir dies wie ein Wunder. Ich stehe neben mir und beobachte, verblüfft, wie sich das LEBEN entfaltet, meistens weit weg von unseren Erwartungen und Vorstellungen.

Mehr als ein Loslassen (ein Wort, das so oft und überall in den Mund genommen wird!) ist dieser Prozess ein EINLASSEN. Als ich diesen Seelenpartner vor einem Jahr traf, war ich mir doch „sicher“, dass „er“ nicht der Mann sein konnte/ist, auf den ich seit einigen Jahren geduldig (manchmal auch nicht so geduldig!) wartete! Das Leben hat mich eines Besseren belehrt. Letztendlich ging alles sehr schnell. Davor bedurfte es allerdings einer langen (sehr langen!) und intensiven „Vorbereitung“. Dem Lebenszog konnte ich mich nicht widersetzen…aber warum hätte ich mich auch widersetzen sollen? Ich empfinde LIEBE, jenseits der Worte.

Dies ist die Fortsetzung meines Artikels „Grün-Töne“ – damals wusste ich nicht, auf was ich mich selbst ein Monat später einlassen und was es für mein Leben bedeuten würde! Ich empfehle in dieser Hinsicht auch folgenden Artikel von Renate Hechenberger, meiner lieben Begleiterin der letzten Jahre:

Du möchtest also einen bewussten Mann

Auf was wollen Sie sich ganz einlassen? Und wenn nicht jetzt, wann dann?

Eintrittskarte für´s Paradies

„Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“

 

Bernard de Clairvaux (1091 – 1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

 

Siehe dazu auch den Artikel „Es gibt kein Irgendwann – Das Paradies ist Jetzt“ von Jürgen Weist unter http://www.conzendo.de.

Ich teile zutiefst seine Ansichten!

Wir wollen zwei sein

„Vor ungefähr viereinhalb Milliarden Jahren, ein paar mehr, ein paar weniger, spie ein winziger Stern einen Planeten aus, der heute auf den Namen Erde hört.

Vor ungefähr vier Milliarden zweihundert Millionen Jahren trank die erste Zelle von der Meeressuppe, und sie schmeckte ihr, und sie teilte sich, damit sie jemanden hatte, mit dem sie anstoßen konnte.

Vor etwas mehr als vier Millionen Jahren richteten sich Frau und Mann, fast noch Affen, auf ihren Hinterbeinen auf und nahmen sich in den Arm, und zum ersten Mal spürten sie die Freude und den Schreck, sich von Angesicht zu Angesicht zu sehen, während sie dabei waren.

Vor ungefähr vierhundertfünfzigtausend Jahren rieben Frau und Mann zwei Steine aneinander und entzündeten das erste Feuer, das ihnen half, die Angst und die Kälte zu bekämpfen.

Vor ungefähr dreihunderttausend Jahren sagten sich Frau und Mann die ersten Worte und glaubten, sie verstünden sich.

Und damit sind wir immer noch beschäftigt: wir wollen zwei sein, kommen dabei um vor Angst und vor Kälte und suchen nach Worten.“

Eduardo Galeano, aus: Zeit die spricht

Beitragsbild: pixabay.com

 

 

Homo Universalis – Aufbruch in die Zukunft

Der nächste Entwicklungssprung in der Geschichte der Menschheit

Barbara Marx Hubbard im Gespräch mit Veit Lindau: https://humantrust.com/tv/

„Es ist deine Aufgabe, immer wieder nach innen zu lauschen und dich zu fragen: ‘Was ist das Neue, dass aus mir heraus gelebt werden möchte?’ Und es ist deine Wahl, JA! dazu zu sagen. Dies ist Evolution durch Wahl, nicht mehr per Zufall. Du hast die Wahl, dein Potenzial zu ignorieren. Dann schläft es weiter. Doch wenn du JA! sagst, beginnt es sich zu entfalten.”

Barbara Marx Hubbard, Autorin, Zukunftsforscherin, evolutionäre Denkerin

Wofür brennst DU?

 

Mit leichtem Herzen will ich tanzen in den Mai!

Ein wenig unbeschwerter durchs Leben zu gehen steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste. Nicht selten bleibt es allerdings beim Wünschen: Gerne begegnen wir den Unwägbarkeiten des Alltags mit dichtgepackter Schwere. Wir wälzen Probleme, bestärken uns in unseren Sorgen…und übersehen dabei häufig, dass hinter dieser schweren Fassade Chancen und Leichtigkeit verborgen sind, denn an jedem Tag bleibt RAUM für Positives! Unsere Sorgen und Probleme werden sich nie alle aus der Welt schaffen lassen. Ändern lässt sich aber unsere Sicht auf die Dinge – und unser Umgang damit. Wir haben die Wahl! Warum nicht jeden Tag für ein paar Minuten den wunderbaren Funken Leben spüren, der in uns sitzt und auf Entdeckung wartet? Ein paar Minuten der Stille einplanen, tief Luft holen, um die negativen Gedanken auf Reisen zu schicken – weit weg. Das schafft Raum für die Gesänge der Vögel am Morgen, einen kurzen Blick in den weiten Himmel, den intensiven Geruch des Flieders und noch so vieles mehr. Dieser Funken Leben kann uns jederzeit – auch im hektischsten, sorgenvollsten Alltag – begegnen, wenn wir ihn nur zulassen!

Grün-Töne

„Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit,

und diese ist grün.“

 

Hildegard von Bingen

Es grünt so grün und verkündet: Ich bin das Leben. Ich bin stark. Ich will wachsen und gedeihen, in Gelassenheit und Konsequenz. Ausdauernd komme ich immer wieder. Ich bin die Farbe der Mitte. In meiner vollendeten Neutralität zwischen allen Extremen erfolgt durch mich eine Konzentration auf das Wesentliche. Ich verbinde Himmel und Erde, Yin und Yang, zu einer sanften, nachgiebigen und zugleich kraftvollen Energie.

Sind wir bereit dieser Energie in unserem Leben einen Raum zu geben und was würde das bedeuten?

(Fortsetzung folgt)