Eintrittskarte für´s Paradies

„Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“

 

Bernard de Clairvaux (1091 – 1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

 

Siehe dazu auch den Artikel „Es gibt kein Irgendwann – Das Paradies ist Jetzt“ von Jürgen Weist unter http://www.conzendo.de.

Ich teile zutiefst seine Ansichten!

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Wir wollen zwei sein

„Vor ungefähr viereinhalb Milliarden Jahren, ein paar mehr, ein paar weniger, spie ein winziger Stern einen Planeten aus, der heute auf den Namen Erde hört.

Vor ungefähr vier Milliarden zweihundert Millionen Jahren trank die erste Zelle von der Meeressuppe, und sie schmeckte ihr, und sie teilte sich, damit sie jemanden hatte, mit dem sie anstoßen konnte.

Vor etwas mehr als vier Millionen Jahren richteten sich Frau und Mann, fast noch Affen, auf ihren Hinterbeinen auf und nahmen sich in den Arm, und zum ersten Mal spürten sie die Freude und den Schreck, sich von Angesicht zu Angesicht zu sehen, während sie dabei waren.

Vor ungefähr vierhundertfünfzigtausend Jahren rieben Frau und Mann zwei Steine aneinander und entzündeten das erste Feuer, das ihnen half, die Angst und die Kälte zu bekämpfen.

Vor ungefähr dreihunderttausend Jahren sagten sich Frau und Mann die ersten Worte und glaubten, sie verstünden sich.

Und damit sind wir immer noch beschäftigt: wir wollen zwei sein, kommen dabei um vor Angst und vor Kälte und suchen nach Worten.“

Eduardo Galeano, aus: Zeit die spricht

Beitragsbild: pixabay.com

 

 

Die Zärtlichkeit der Seelen

Ein sehr berührender Artikel von Ronald Engert, aus der Perspektive eines Mannes:

Sex ohne Seele ist Missbrauch. Sex ist für mich kein Ziel an sich. Sex ist für mich immer nur die Begleiterscheinung einer seelischen Berührung, die aber erstmal gegeben sein muss. Wir machen Sex o…

Quelle: Die Zärtlichkeit der Seelen

Beitragsbild: ja-pics.net

Ich hätte so gerne eine Beziehung

Klartext über einen weit verbreiteten Wunsch!!! Es liegt an uns, ob wir den vorgeschlagenen Weg gehen, oder nicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass er nicht einfach ist… aber lohnenswert, wenn wir denn wirklich eine „Beziehung“ wollen. Welchen „Preis“ sind Sie bereit dafür zu „bezahlen“?!

RENATES BLOG

ist eines der populärsten Themen unserer Zeit und taucht häufiger in meiner Praxis auf als jedes andere Anliegen. Eine funktionierende Beziehung zu finden ist für viele Menschen heutzutage von brennender Bedeutung und beansprucht viel Raum und Energie in ihrem Leben. Wir sprechen hier von intimen Partnerschaften, einer sexuellen Beziehung – denn „Beziehungen“ knüpfen wir mit vielen Menschen, Tieren, Dingen, Wesen usw.

Für diesen Wunsch gibt es leider keine einfache Lösung, schon gar keine, die für jeden zutrifft. Die Lösungsangebote und Tipps die von den diversen Frauenzeitschriften mal so schnell angeboten werden, sind nicht mal das Papier wert auf dem sie geschrieben werden – und siehe da, neuerdings widmen sich auch Männermagazine dem Thema. Auch die diversen Paartherapeuten haben vieles im Angebotskoffer, angefangen von „normaler Beratung“ bis hin zum Tantra. Zum Leidwesen der Betroffenen hilft das Riesenangebot meistens nicht wirklich, um mit ihrer Verzweiflung darüber, keine Beziehung zu haben zurechtzukommen, zum…

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Über Geben, Erwartungen und Vertrauen

Ein inspirierender Artikel von Hannes Treichl – anders|denken

„Im Seva Cafe ist jedes Essen ein Geschenk.

Stell dir ein Restaurant vor, in dem es keine Preise gibt. Nicht auf der Speisekarte, nicht auf der Rechnung. Nur irgendwo diesen Hinweis: „Dein Essen war ein Geschenk von jemandem, der vor dir da war. Wir laden dich ein, das Essen eines Gastes zu bezahlen, der nach dir kommt.“

Im Seva Cafe bezahlen wir nicht für unser Essen. Es ist ein liebevoll zubereitetes Geschenk der Menschen, die das Restaurant betreiben; finanziert geschenkt von Gästen, die schon gestern hier waren. Die Idee dahinter: Geben in seiner ursprünglichen Bedeutung leben und erlebbar machen; Teil „des großen Ganzen“ zu sein. Nehmen und geben – ohne Erwartungshaltung an eine direkte Gegenleistung.

Seit über einem Jahrzehnt ist das Seva Cafe in Ahmedabad (Indien) ein Experiment, das auf Vertrauen basiert … und gerade deshalb blendend funktioniert; nicht nur in in Ahmedabad sondern auch in anderen Städten wie Mumbai, London oder Los Angeles.

Es funktioniert, weil Freude und Vertrauen zu gemeinschaftlichem Denken führen, das Menschen verbindet – während jede Ich-zentrierte Transaktion isoliert.

Wenn wir jemandem unsere Zeit, Anerkennung, Aufmerksamkeit oder ein Lächeln schenken. Wenn wir für jemanden da sind, eine Nachricht schreiben oder zum Geburtstag gratulieren. Wenn wir jemandem weiterhelfen, Empfehlungen abgeben oder unsere Erfahrungen über unsere Blogs teilen:

Wir sollten all das ohne jegliche Erwartung an eine direkte Gegenleistung tun; weil Erwartungen an andere häufig zu Enttäuschung führen.

In dem Zustand verschließen wir uns davor, offen für jene Momente zu sein, in denen ein Vielfaches dessen, was wir gegeben haben, von ganz anderer Seite zurück fließen will.“

Wir werden geboren als Altruisten, nicht als Egoisten

„Homo homini lupus est – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“, schrieb der englische Philosoph Thomas Hobbes. Die Geschichte der Menschheit scheint diese Aussage zu bestätigen. Selbstbezogenheit, Materialismus und Geldgier beherrschen unsere moderne Gesellschaft. Doch immer mehr Wissenschaftler stellen die pessimistische Sichtweise der menschlichen Natur infrage, zu der es womöglich doch gehört selbstlos zu sein, also uneigennützig im Interesse von anderen zu handeln. Seit rund 20 Jahren widerlegen Forschungsergebnisse die These von einem universellen Egoismus. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher fanden heraus, dass sogenanntes prosoziales Verhalten wie Mitgefühl, Altruismus, Hilfsbereitschaft und die Fähigkeit zur Kooperation zu den fundamentalen Eigenschaften des Menschen zählen und durchaus grundlegende, angeborene Wesenszüge des Menschen sind. Ausgangspunkt sind entwicklungspsychologische Studien, die bereits im Babyalter ansetzen und das Bild eines Menschen zeigen, der hochgradig kooperativ ist: Nach Studien der Universität Yale verfügen Babys bereits in den ersten Lebensmonaten über ein moralisches Urteilsvermögen, eine Art Gerechtigkeitssinn und zeigen spontan altruistische Verhaltensweisen.

Angesichts der weltweiten Herausforderungen, die nach radikalen Veränderungen rufen, stellt sich die Frage, ob und wie diese positiven Charaktereigenschaften des Menschen gefördert werden können. Unermüdlicher Botschafter dieser Überlegung ist der studierte Molekularbiologe Matthieu Ricard. Der buddhistische Mönch studiert mit Hirnforschern die Wirkung von Meditation auf das Gehirn – mit Erfolg. Zahlreiche Experimente zum Geistestraining weisen nach, dass die individuelle Wandlung möglich ist. Meditationsübungen an Schulen in Problemvierteln zeigen bereits überraschende Erfolge im Sozialverhalten und im Kampf gegen Aggressionen. Längerfristig besteht das Ziel darin, eine breitere Bewegung auch über den Bildungs- oder Gesundheitssektor hinaus anzustoßen. „Es wird der Tag kommen, an dem Kinder Meditationsklassen besuchen werden, wo sie Achtsamkeit und Freundlichkeit trainieren, so wie heute Sport unterrichtet wird“, sagt Richard Davidson von der University of Wisconsin.

Auch Ökonomen setzen große Hoffnungen in die Wandlungsfähigkeit unserer Gesellschaft mit ihrem Modell von der „mitfühlenden Wirtschaft“. So haben sich Wirtschaftsexperten auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein neues Thema auf die Fahne geschrieben: Achtsamkeit. Seinen Geist der Güte zu öffnen und sich in humanitären Projekten zu engagieren, ist aus ihrer Sicht eine Win-Win-Situation, die auch für die moderne Wirtschaft keine Utopie bleiben soll.“

aus: „Die Revolution der Selbstlosen“, ein ARTE Dokumentarfilm (2015)

Siehe auch: „Allumfassende Nächstenliebe: Alktruismus – die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit“ von Matthieu Ricard

Beitragsbild: alphacoders

 

 

Vom Geist, der lebendig macht erfüllt werden! (Fortsetzung)

50 Tage nach Ostern feiern die Christen Pfingsten, als den Tag, an dem die Jünger Jesu „mit dem Heiligen Geist erfüllt“ und zur Verkündigung des Evangeliums bevollmächtigt wurden.

Doch wer oder was ist der „Heilige Geist“ eigentlich?

Im Christentum ist er „eins“ mit Gott-Vater und Gott-Sohn und wird gleichzeitig als dritte Person des dreifaltigen Gottes, der Trinität verstanden. In der jüdischen Bibel und im Alten Testament wird der „heilige Geist“ wortwörtlich als „heiliger Atem“ bezeichnet, denn „Ruach“, das hebräische Wort für „Geist“ bedeutet gleichzeitig „Atem“. Der Atem ist die wirkmächtige Gegenwart Gottes im Leben der Menschen. Im Johannesevangelium Kapitel 6 Vers 63 heißt es: „Der Geist ist’s, der lebendig macht“. Oder anders gesagt: ohne Atem kein Leben. Der Mensch kann etwa 40 Tage ohne Essen überleben, ohne trinken drei bis vier Tage, im Extremfall bis zu zwölf Tage, aber nur wenige Minuten ohne Luft! Fazit: Unser ATEM ist’s, der uns lebendig macht!

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Das Geschäft mit der Sehnsucht nach Liebe

Vor wenigen Tagen war es wieder mal so weit: Valentinstag, der Tag an dem sich alles um die „Liebe“ dreht. An dem Tag und auch an all den anderen!

Unvermeidlich: die Liebe

Die Sehnsucht nach Liebe ist wahrscheinlich die stärkste und tiefste aller Sehnsüchte. Nichts scheint die Menschen mehr um zu treiben als das unbezähmbare Verlangen nach einem geliebten Menschen. In der Musik, der Poesie, den darstellenden Künsten, der Prosaliteratur ist diese Sehnsucht allgegenwärtig – ein zeitloses Thema in allen Sprachen und Kulturen. Stets ist die Sehnsucht von dem sehnsüchtigen Wunsch begleitet, dass das wonach man(n und frau!) sich sehnt, alsbald in Erfüllung gehen möge. Daraus ist weltweit ein Milliardengeschäft entstanden – und das nicht nur am Valentinstag.

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„Jenseits von Gut und Böse…

gibt es einen Ort – dort treffen wir uns.“ So beschreibt der persische Mystiker und Dichter Jalal od-Din Rumi (1207-1273) ein bisweilen für die meisten Menschen (noch) unbekanntes Universum. Laut Joachim Bauer, Professor für Psychoneuroimmunologie und Buchautor („Prinzip Menschlichkeit“) ist das lebendige System durchaus darauf ausgerichtet zu kooperieren aber davon scheinen wir heutzutage ziemlich weit entfernt zu sein.

Unser gewohntes Denken urteilt, wertet, interpretiert, analysiert und teilt die Welt in Gut und Böse ein. Dieses verurteilende Denken ist oft Ursache von Leiden und Gewalt. Wenn wir aber die Gewalt, die überall offen oder versteckt herrscht – zwischen den Geschlechtern, ethnischen Gruppen, Kulturen, Religionen und Nationen, subtil in unserer Alltagssprache oder derart, dass ihre Auswirkungen uns als ganze Menschheit existentiell bedroht – beenden wollen, brauchen wir in unserem Denken einen fundamentalen Paradigmenwechsel.

Wir leben in einer Welt der Gegensätze, draußen und drinnen, und wohin das Auge fällt, überall Licht und Schatten. Diese Gegensätze erzeugen Spannungen und Konflikte. Entgegen der gängigen Meinung ist Frieden jedoch kein Zustand ohne Auseinandersetzung, sondern eine tägliche Konfrontation der Gegensätze, die gemeistert werden müssen. Die Frage ist nur wie? Eine Welt ohne Konflikte gibt es nicht. Sie sind ein natürlicher und gesunder Teil des Lebens, da sie uns helfen können, uns als Individuen und als Gesellschaft weiter zu entwickeln. Friede ist Aufgabe und Arbeit und wenn wir ihn wollen, wird er alles von uns fordern. „Wir können nicht alles beim Alten lassen und gleichzeitig hoffen, dass sich etwas ändert“, meinte bereits Albert Einstein.

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